Röm. kath. Kirchgemeinde

Glarus Süd

Kirchen und Kapellen- eine kurze Geschichte

Bruder Klaus Kapelle, Braunwald

Im Jahr der Heiligsprechung von Bruder Klaus 1947, hat die Besitzerin des Alpenblicks, die Witfrau Durrer-Ifanger, zugunsten einer zu errichtenden Kapelle eine Landparzelle von 500 m2 geschenkt.

Bis dahin hatte sie während 36 Jahren die Räumlichkeiten des Hotels für Gottesdienste zur Verfügung gestellt. Am 5. April 1947 wurde eine kirchliche Stiftung errichtet, die bettelte, plante und unter der Leitung des Architekten Felix Schmid, Rapperswil, baute. am 17. Dezember 1950 konnte die Bruderklausen-St. Fridolinskapelle eingeweiht werden.

Am 14. Juni 1983 wurde das von Johann Jakob Zemp Küsnacht, das in Natursteinmosaik gefasste Bruder-Klausen-Bild, auf der westlichen Aussenseite der Kapelle eingesetzt. Im Sommer 2009 wurde die Kapelle einer Innenrenovation unterzogen. Der Chorraum bekam durch den Künstler Alois Spichtig, Sachseln, eine neue Gestalt (das berühmte Meditationsbild als rundes farbiges Glasfenster im Chorbogen, ein Kristall als ewiges Licht, ein neuer Sockel für die beiden Statuen Bruder Klausen und für die antike Marienstatue die Pietà aus dem 14. Jahrhundert sowie ein Altar aus Stein). 

Der neue Altar wurde am 27. September 2009 durch Bischof Dr. Vitus Huonder geweiht.


Peter und Paul Kapelle, Engi

Seit 1902 werden im Sernftal katholische Gottesdienste gehalten. Bis 1981 genossen die Katholiken Gastrecht in einem Arbeiterinnenheim. Da das Haus verkauft wurde, verloren sie ihren Andachtsraum, und der Wunsch nach einer eigenen Kapelle kam auf.

Am 4. Juni 1983 fasste die Katholische Kirchgemeinde Schwanden den Baubeschluss. Am 21. Juni 1983 wurde die "Römisch-Katholische Kapellgemeinde Sernftal" gegründet. Bereits am 5. September 1983 erfolgte der Spatenstich. Am 12. Mai 1984 fand die Glockenweihe statt, und am 30. Juni 1984 wurde die Kapelle durch den Churer Diözesanbischof Johannes Vonderach geweiht.

 

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Linthal 

Bereits im Jahre 1283 ist eine Kapelle nachgewiesen, die spätestens 1319 zur Pfarrkirche erhoben wurde. 1333 ist eine daneben erbaute Schwesternklause bezeugt.

Linthal wurde zwar durch die Reformation paritätisch, aber die drei Tagwen umfassende überkonfessionelle Kirchgemeinde blieb  bis 1869 erhalten. Das Kirchgebäude wurde feierlich nach dem Zweiten Kappelerkrieg den Katholiken zugeteilt, während die Evangelischen den Gottesdienst in Betschwanden besuchten. 

Die Pfarrei bildeten bis 1895 die Gemeinden von Linthal bis Luchsingen. 1905/06 errichtete August Hardegger die heutige katholische Kirche im Tagwen Matt, während die alte am Fusse des nach ihr benannten Kilchenstocks bis auf den Turm abgebrochen, dieser jedoch unter Denkmalschutz gestellt wurde.

 
Theresienkirche Luchsingen

Am 6. Oktober 1936 erfolgte der erste Spatenstich und bereits am 8. November des gleichen Jahres wurde der Grundstein für die neue der Hl. Theresia vom Kinde Jesu geweihten Kirche gelegt. 

Am 28. Februar 1937 konnte der damalige Bischof von Chur, Laurentius Matthias Vincenz, die neue Kirche einweihen. Durch bischöfliches Dekret erfolgte am gleichen Tag die Errichtung der Pfarrei Luchsingen. Im Jahre 1983 wurde die Theresienkirche einer gründlichen Innen- und Aussen-renovation unterzogen. 
Der Innenraum wurde neu gestaltet und den heutigen, liturgischen Richtlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils angepasst. Am 9. Oktober 1983 erfolgte die Einsegnung der renovierten Pfarreikirche und die Weihe des neuen freistehenden Altars durch den Bischof von Chur, Johannes Vonderach. 
Der Innenraum erfreut den Besucher durch seine Schlichtheit, Helle und Wärme. 2008 wurde das Bruderklausenbild zum zweiten Mal einer Renovation unterzogen, ebenfalls wurde der Glockenstuhl saniert sowie eine Aussenrenovation vorgenommen. Am 2. November 2008 wurde die neue Kirche mit einem Festgottesdienst wieder ihrer Bestimmung übergeben.


Kapelle Maria von Einsiedeln Mitlödi 

Die schmucke Kapelle von Mitlödi diente ursprünglich als Kegelbahn und zwischenzeitlich als Kleinkaliber-Schiessstand. 

Am 21. April 1951 - nach kurzer Umbauzeit - wurde die der heiligen Maria gewidmete Kapelle feierlich eingeweiht. Durch ein heftiges Unwetter im Juli 1989 wurde der Innenraum vollständig verwüstet, konnte aber bereits im Januar 1990 mit neuer, moderner und zweckmässiger Inneneinrichtung wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. 

Seit der Renovation gilt die Kapelle von Mitlödi als Geheimtip für Hochzeiten, zumal auf Wunsch der Apéro im gepflegten Park serviert werden kann.

 
Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Schwanden 

Bis 1273 war das ganze Glarnerland eine einzige Pfarrei unter der Aufsicht des Klosters Säckingen.

Schwanden erhielt 1273 eine eigene Kapelle, welche 1349 zu einer Kirche erweitert wurde. 1528 trat die grosse Mehrheit der Pfarrei zum evangelisch-reformierten Glauben über. 1559 wurde der kath. Gottesdienst für die katholisch gebliebenen Gläubigen wieder eingeführt und ein Priester angestellt. Dieser zog jedoch nach kurzer Zeit wegen Mangel an Arbeit wieder fort, es gab nämlich nur noch fünf Katholiken. 

Die aufblühende Industrie im 19. Jahrhundert benötigte viele Arbeitskräfte. So kamen immer mehr katholische Arbeiterinnen und Arbeiter ins Glarner Hinterland. Zu ihrer Betreuung wurde am 26. September 1869 die Missionsstation Mitlödi eröffnet. 

1880 tauchte der Wunsch auf, die Missionsstation ins zentralere Schwanden zu verlegen. Am 12. August 1894 fand die Grundsteinlegung der neuen Kirche im Rüteli in Schwanden statt. Am 4. August 1895 konnte das Pfarrhaus bezogen werden und am 11. August wurde die Kirche geweiht. 

1972 wurde die baufällige Kirche abgebrochen und mit dem Bau der jetzigen begonnen, welche am 4. November 1973 geweiht werden konnte.

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